The Drabbles of Slythergryff


Disclaimer: Das Hogwarts-Universum und seine Figuren sind geistiges Eigentum von J.K. Rowling und ich habe es mir nur ausgeliehen. Die verrückten Ideen sind von mir.


A/N: Dieses Drabble widme ich Callista Evans, die mich mit der Drabbelitis infiziert hat! Das ist mein erster Versuch, ich hoffe er gefällt euch.


Strafe


Mit vor Angst klopfendem Herzen und nervös zitternden Gliedmaßen duckte er sich vor ihr.

Sie richtete sich drohend auf, die Miene wutverzerrt, entblößte mit zuckender Nase die Zähne. Panisch wich er zurück, nichts als Flucht im Sinn und überwältigende Angst.

Dann eine Bewegung, ein Schwung mit dem Stab, und aus Katze und Maus wurden Lehrerin und Schüler.

„Was für ein schlechter Scherz, Mitschüler in Nagetiere zu verwandeln, Mr. Snape! Das haben Sie nun hoffentlich begriffen. 50 Punkte von Slytherin!“

Er nickte mit gesenktem Kopf.

Ein feines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht.

„Und ein Ohnegleichen, Mr. Snape – für ausgezeichnete Verwandlungskunst.“



A/N: eine eher lyrische Form des Drabbles...

Grün und Schwarz


Ein Blick wie Feuer. Ein Blick wie Eis.
Schmilzt Feuer das Eis, stillt Eis das Feuer?

Grüne Robe streicht an schwarzer Robe vorbei.
Ein Funkeln im Brillenglas, ein Blitzen im Augenschwarz.
Ein Fauchen, ein Zischen. Schlange trifft Katze. Ein Spiel?

Hände begegnen sich beim Griff nach dem Tee.
Grün kommt zuvor, Schwarz zieht zurück.
Grün hält inne, Schwarz hält ganz still.

Seite an Seite beim Quidditchturnier.
Jubelt erst Schwarz, triumphiert schließlich Grün.
Hinterher leert man gemeinsam ein Glas.
Alles nur Spaß?

Spät in der Nacht, Schwarz macht die Runde,
Grün kommt ganz leise, wispert...

Morgensonne sieht sie Hand in Hand.





A/N:
Dies ist die deutsche Version von Loneliness, meinem ersten Drabble-Versuch auf Englisch. „Nacherzählt“, nicht direkt übersetzt, trotzdem empfinde ich die deutsche Version als weitaus ungelenker als die englische.

Einsamkeit


Einsamkeit


Er folgt ihr mit Blicken
sieht sie draußen vorbeigehen
unerreichbar für ihn
in seinem Büro hoch oben
jenes, das er nie wollte.

Trauer

Er lehnt die Stirn
an die kalte Scheibe
schließt die Augen.
Warum?

Leere

Er fühlt sich eisig
verlassen
leer.
Keine Möglichkeit,
ihr zu erklären,
er hat kein Recht
es auch nur zu versuchen.
Zu gefährlich.

Willentlich

hat er diesen Weg gewählt
doch es war der einzig mögliche.
Er berührt seinen Rock
über seinem Herzen
als ob er dessen Kälte spüren könnte,
als ob er den Schmerz lindern könnte,
mit nichts als einer Berührung.

Sie könnte es.





A/N: Nachdem ich nun eine eigene Drabbelserie für Minerva-Severus-Drabbles gestartet habe, habe ich dieses und das nächste Drabble aus der allgemeinen Drabblesammlung hierherverschoben. Leider also nicht neu!


Mißgriff



Severus Snape schnaubte. Das war ihm noch nie passiert! Er hatte eine falsche Zutat erwischt. Gänzlich mißlungen. Und erst die Farbe! Er steckte einen Finger hinein und probierte. Gräßlich. Wie weichgewordener Kaugummi. Das konnte er unmöglich verwenden. Oder vielleicht... doch? Ein hinterhältiges Grinsen überzog sein Gesicht. Fröhlich machte er sich ans Werk.

Die Gäste saßen erwartungsvoll um den Tisch. Wenn Severus kochte, sagte keiner nein, lukullische Genüsse wurden serviert. Nun kam der Nachtisch. Snape deckte eine Schüssel auf.

„Oh!“

„Ah!“

„Was ist das?“ Minerva beäugte mißtrauisch die leuchtend lila Leckerei.

Snape grinste. „Ich nenne es 'Harry Potter'. Es ist Eiscreme.“

~*~*~*~

A/N: Die Idee zu diesem Drabble kam mir heute auf dem hiesigen Dorffest, wo tatsächlich eine Eissorte namens Harry Potter angeboten wurde, leuchtend lila und mit Kaugummigeschmack. Entsetzliches Zeugs, aber Snape hätte sie sicher mit Begeisterung serviert!




Lieber nicht


Minerva zögerte. „Nein danke, lieber nicht.“
Severus grinste diabolisch. „Nanu? Wo bleibt der berühmte Mut der Gryffindors?“
„Das paßt dir gut in den Kram, was?“ entgegnete sie würdevoll. „Trotzdem, ich mache das nicht.“
„Mußt du alles unnötig komplizieren? Es wäre so einfach und ginge so schnell. Ich sage dir-“
„ICH sage DIR, daß ich das nicht mache. Basta.“
„Basta. Aha.“ Snape verdrehte enervt die Augen. Frauen! Und Gryffindors! Und am Schlimmsten waren Gryffindor-Frauen.
„Warum tue ich mir das nur an?“ mumelte er. „Minerva, schäm dich! Du warst ein Quidditch-Star, flogst den schnellsten Besen – und hast Angst vorm Autofahren?“





Überraschung


„Fröhliche Weihnachten, Liebste!“
Mit gespanntem Blick öffnete er die Tür und ließ sie eintreten. Minerva schaute sich neugierig um. Ein Geschenk im Schlafzimmer? Das war vielversprechend!
Plötzlich strahlten ihre Augen auf.
„Herrlich, wunderbar, fantastisch! Severus, daß du auf DIESE Idee gekommen bist!“
Begeistert inspizierte sie das Gebilde. Massive Holzstämme, festes Sisalseil, weiche Baumwolle...
„Das muß ich gleich ausprobieren!“
Severus lachte. „Nur zu, dafür ist es gedacht!“
Minerva schlüpfte aus ihrer Robe, sprang behende auf den weichen Sitz und räkelte sich wohlig. Hier würde sie schöne Stunden verbringen!
Schnurrend rollte sie sich auf dem Kratzbaum zusammen und schloß zufrieden die Augen.





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