Disclaimer:
Das Hogwarts-Universum und seine Figuren sind geistiges Eigentum von
J.K. Rowling und ich habe es mir nur ausgeliehen.
A/N:
Dieses Drabble widme ich Callista Evans, die mich mit der Drabbelitis
infiziert hat! Das ist mein erster Versuch, ich hoffe er gefällt
euch.
Sie suchte in der Bibliothek – nichts lag näher für Miss Know-it-all.
So ein Problem mußte doch schon wer gehabt haben, dagegegen gab es doch etwas!
Sieben staubige Stunden später gab sie auf. Kein Zauber, kein Fluch, keine Hexerei.
Nicht
in Damaris Dalrymples Doppelflüchen, nichts in Madam Mims
meisterlichen
Möglichkeiten,
und nichts in Gilderoy Lockharts „Heckmeck mit
Hexen:
Banne für den Schlußverkauf“.
Plötzlich stand Severus Snape vor
ihr.
„Sie suchen verkehrt, Miss Granger. Einen Trank, das brauchen
Sie.“
Lächelnd ging er hinaus.
Unter seiner Robe blitzte Nylon hervor.
Ende
A/N: für Seraphina
Severus setzte seine bissigste Miene auf, sonst nur Schülern vorbehalten.
„Niemals. Du hast versprochen, daß ich das nie tun muß.“
Hermine stöhnte und hielt sich den Rücken.
„Ich habe mir den Rücken nicht absichtlich verrenkt. Hast du nicht einen Trank für mich?“
„Nein, und nun stör mich nicht weiter, ich hab zu tun.“
Drei Stunden später quälte Hermine sich hoch, um der leidigen Pflicht nachzukommen. Daß Severus aber auch so ein Prinzipienreiter war!
Da kam er herein und zeigte ihr
lächelnd eine Schüssel.
„Bitteschön, meine neuste Erfindung: selbstreinigendes
Katzenstreu!“
A/N ... und dieses hier ist TheVirginian gewidment ;o)
„Himmelherrgottsakramentunddreimalverfluchtundkruzitürken!“
Severus schrak hoch, als Hermine wutschnaubend hereinstümte.
Irritiert musterte er sie. „Was ist denn, meine Liebe?“
„Schon wieder ein Loch im Gummi, das ist jetzt das DRITTE Mal! Ich hasse diesen Muggelschrott!“
Severus ging hinter der Zeitung in Deckung. Jedesmal dasselbe! Ein Loch im Gummi und der Ärger fing an. Es wurde Zeit, daß sie eine andere Lösung fand.
„Ich verstehe nicht, was du an diesem Muggelkram findest“, brummte er. „Die Methoden der Zauberer-“
„-
sind ganz nett, aber machen nur halb so viel Spaß. Und nun halt
die
Klappe und gib mir das Flickzeug. Fahrradfahren macht einfach mehr
Spaß!“
Hermine
schaute Severus skeptisch zu. Diese Zutaten hatte sie noch nie gesehen.
Grünes, streng riechendes Pulver, braune, sämige
Flüssigkeit
und eine
klare, die in der Nase biß, eine seltsame weiße Masse...
„Das ist nichts für mich.“
„Nun warte doch mal ab.“
Seine
Hände breiteten die weiße Masse geübt auf dem
glänzenden, schwarzen
Material aus,
dann sprenkelte er von dem angerührten grünen Pulver
darüber. Dann folgten glibberige, dünne, rote und grüne
Streifen.
„Gleich fertig.“ Seine Finger brachten alles in die gewünschte Form. Mit seinem schärfsten Messer schnitt er das Ergebnis dann zurecht.
„So. Nun koste, Hermine. Das ist Sushi, kein Gift.“
Aus der Küche kamen wütende Geräusche. Hermine linste
vorsichtig um die Ecke.
Severus blickte stirnrunzelnd in seine Schüssel.
„Was ist los?“ fragte sie teilnahmsvoll.
„Da,
schau!“ Anklagend wies er auf eine gräuliche, trockene Masse. „Es
wird
einfach nichts. Ich begreife das nicht. Ich habe mich exakt an das
Rezpet gehalten, aber das ist nun der dritte mißlungene Versuch.“
„Aha.“
Hermine dachte nach. Woran mocht es liegen? Sie kontrollierte die
Zutaten und das Rezept. Da stimmte alles – oder? Sie ging zum
Kühlschrank und sah hinein.
Hermine lachte schallend und hielt ein silbernes Päckchen hoch.
„Du Held! Du hast die Hefe vergessen!“
„Hm, das riecht gut!“ Hermine verdrehte verzückt die Augen.
Severus stöhnte.
„Nicht schon wieder! Hast du nicht genug gehabt?“
Sie schüttelte den Kopf und lehnte sich an ihn. „Büdde!“
„Ich fasse es nicht! Das ist jetzt das – Moment“ - er zählte stumm
nach - „fünfte Mal! Ich habe die langsam genug.“
Hermine küßte ihn verführerisch und setzte ihren besten
Bettelblick auf. „Ach komm, sei doch kein Frosch!“
Er schob sie von sich fort. „Hermine, es reicht wirklich!“
Sie nahm seine Hand. „Bitte, Severus, nur noch einmal!“
Entnervt gab er schließlich nach.
„Also gut! Aber das ist die letzte Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt!“
A/N Dieses Drabble war von Drabble Hättest Du mal gehört! von artis.magica inspiriert, das dann sozusagen nach diesem hier stattfinden müßte.
„Uäh!“ Hermine sprang angeekelt zurück. „Das ist ja
widerlich! Severus, Hilfe! Komm schnell!“
„Was ist denn?“ Severus kam eilig herbei, Hermines Stimme verriet
Dringlichkeit.
„Da,
schau!“ Severus musterte das Corpus delicti. „Hm, die ist schon
länger
tot. Schau, die Maden – gleich drei verschiedene Arten. Oh, wunderbar, Sarcophaga
carnaria! Die kann ich hervorragend brauchen!“
Hermine
wurde grün, als Severus sorgfältig die Maden aus der Leiche
pickte.
Schließlich hielt sie es nicht mehr aus und rannte aufs Klo.
Lächelnd ging Severus ihr nach.
„Das gehört nun mal dazu, wenn man eine Katze hält. Da findet
man auch mal eine Mäuseleiche voller Maden.“
oOoOoOo
A/N: Das
Drabble wurde von einem sehr persönlichen Erlebnis inspiriert. Wir
fanden gestern genau so eine Leiche unter dem Klavier – allerdings war
es eine junge Ratte, die bereits drei verschiedene Madenarten angezogen
hatte... Feline Forensik, sozuagen. Mir ist jedenfalls immer noch
schlecht.
Eilige
Schritte klappern im Gang. In der Ferne klirrt Geschirr.
Zwei
Gestalten in hellen Kitteln huschen über den Flur, lesen
verstohlen die Namen auf den Türen.
„Hier!“
sagt die eine, das braune Haar zu einem Zopf geflochten.
„Gut“,
gibt die andere zurück. Schwarzes, halblanges Haar, ebenfalls
gebändigt.
Leise
treten sie ein. Zwei Betten, zwei Gestalten im frühen
Morgenlicht.
Beide
schlafen. Leise treten sie an das Bett am Fenster.
Hermine
zückt verstohlen ihren Stab und läßt ihn über
der Schlafenden schweben.
Severus
beobachtet und nickt. Zückt seinen Stab.
„Persano
Incisura!“
„Leise!“
zischt Hermine. „Das
ist ein Muggelkrankenhaus! Wenn die das merken...“
oOoOo
A/N: Dieses Drabble ist Callista
Evans gewidment. Weiterhin gute Besserung!
persano - vollständig, ganz heilen
incisura - Schnitt, Einschnitt
Severus
sah angewidert auf die rote Sauce, die über seine Finger rann.
Hastig hob er die Hand, als der kleine Berg auf dem Brötchen ins
Schwanken geriet. Was zum...! Wie kann man nur so etwas
Unmögliches
an Nahrungsmittel ausdenken? Entnervt starrte er Hermine an, die ihm
mit vollem Mund glücklich zulächelte.
„Leggah!“
mümmelte sie. Er presste die Lippen zusammen. Das sollte er
essen?
Hermine
schluckte ihren Bissen hinunter. „Nun versuch es doch, es bringt
dich nicht um! Ich hab schließlich auch deinen Sushi probiert.“
„Wenn
es sein muß...“
„Ja.“
Sie nickte bestimmt.
„Also
gut.“ Schicksalsergeben biß Severus in den Hotdog.
A/N:Ein winterlicher Kurzurlaub in einem dänischen
Ferienhaus
hat mich zu ein paar Urlaubsdrabbles inspiriert... ;o) Die „Hotdogs“,
die viele sicher von Ikea kennen, sind im Grunde eine dänische
Erfindung. Dort heißen sie Pølser, „Würstchen“,
es gibt sie an jeder Straßenecke und am Besten sind sie
natürlich „med allem“, also Ketchup, dänische
Remoulade, Senf, Röstzwiebeln, gehackten frischen Zwiebeln und
sauren Gurken in Scheiben. Und sind dann fast unmöglich
unfallfrei zu essen... laut einer Kioskbesitzerin stammen die
Würstchen, die ursprünglich für diesen Snack verwendet
wurden, ausschließlich von der Insel Langeland, auf der wir
waren. Auf jeden Fall waren sie grellrot, was ich noch von meinem
ersten Kindheitsurlaub dort weiß.
Mißgelaunt
und frierend stapfte Severus hinter Hermine her. Es war kalt, es war
naß, es stürmte, daß es einen fast von den Beinen
blies – und sie hüpfte glücklich vor ihm her und war kaum
zu bremsen.
„Ist
das nicht herrlich!“, rief sie und strahlte ihn an.
Herrlich?
Bei Sturm und Regen am Strand spazierengehen, ständig in Gefahr,
von den Wellen durchnäßt zu werden, dauernd Sand im
Gesicht, dazu das mühsame Gehen auf wegrutschendem Sand – wenn
das ihre Vorstellung von 'herrlich' war, dann konnte er sich ja auf
etwas gefaßt machen.
Sie
lachte ihn an. „Ach, sei kein Frosch – das gehört halt dazu,
zum Winterurlaub in Dänemark! Was hast du denn erwartet?“
„Zumindest
nicht so ein Hundewetter“, brummte er und zog den Umhang enger um
sich. So eine moderne Muggeljacke hatte er verweigert, auch wenn er
es nun bereute.
Später
saßen sie im Ferienhaus am Kamin, eine dampfende Tasse Tee vor
sich. Hermine goß einen Schuß Rum in seine Tasse. Severus
lehnte sich entspannt zurück.
Sicher,
das Wetter war furchtar. Aber sonst – keine Menschenseele, magisch
oder muggel, ein gemütliches Häuschen, ein
vielversprechender Stapel Bücher lag bereit und niemand, der
etwas von ihm wollte... Hermine hatte recht: Winterurlaub in
Dänemark
war herrlich!
Noch ein paar Schritte, dann war er oben angelangt. Snape strich sich das Haar aus der Stirn und sah sich um. Was für eine Aussicht! Er stand auf dem höchsten Berg der Insel – ha! Keine hundert Fuß war der hoch und nannte sich Berg! Doch der Blick ließ ihm den Spott vergessen. Ringsum nichts als Wiesen, Marschen und Strand und dahinter Wasser. Endloses Wasser, begrenzt nur von breiteren und schmaleren Streifen am Horizont. Dort drüben, das mußte Deutschland sein, und auf dieser Seite die große dänische Insel.
Er
trank die Weite mit den Augen und spürte den Frieden in sich.
A/N: Mein zweiter Beitrag zur Singalong-Drabble-Challenge bei
den Schreiberlingern: eine Lied- oder Songtextzeile sollte eingebaut
werden. Mein erster Beitrag befindet sich bei meinen Snape-Drabbles.
Wer errät, woher meine Inspiration stammt?
oOoOo
Driiiiing!
Severus fluchte, sprang aus dem Bett und stolperte über
herumliegende Roben.
Er hasste dieses Muggelhaus und die Muggeltechnik. Immer dieses Chaos...
Driiiiiing! Driiiiiing!.
Beim Versuch, in seine Hose zu fahren, riß er einen Stapel
Bücher vom Tisch.
Ich will einen Hauselfen!
Severus stieß sich die Zehen an einer herumliegenden Flasche und
hinkte hinaus.
Im Flur trat er in eine Pfütze. Der Hund!
Er riß die Tür auf.
„Telegramm für Snape!“ Ein Postbote lächelte fröhlich.
Severus schluckte. Das verhieß nichts Gutes. Was war passiert?
Mit zitternden Händen riß er das Telegramm auf.
Ankomme Freitag den 13. um 14 Uhr, Hermine.
Glockenblume, Storchenschnabel, Weidenröschen, Mädesüß - neun Blumen, gepflückt in der Mittsommernacht, schenken einem Mädchen Träume vom Herzallerliebsten – doch kein Wort darf dabei gesprochen werden.
Was für ein schöner Brauch, dachte Hermine und sah sich um. Margerite, Kornblume, Mohn, Türkenbund - eine fehlte noch.
Lächelnd
zeigte Severus auf den Fingerhut im Baumschatten. Hermine folgte stumm,
ihr Antlitz ein strahlender Dank. Wie gut, daß er seinen Spott
zurückgehalten hatte, als sie ihn zur Wiese zog und vom Brauch
erzählte. Wunderschön war der Anblick seiner Liebsten, wie
sie
andächtig nahm, was sie brauchte. Und wen ihr der Traum offenbaren
würde... er wußte es bereits.